Macrocosmi - Ordnungen anderer Art

Ein Dialog zwischen Berlin und Bologna


Kuratiert von

Pascual Jordan und Petra Dregger

sowie Martina Cavallerin (Co-Kuratorin in Bologna 01/2015)


Schirmherrschaften:

Italienische Botschaft in Berlin

Deutsche Botschaft in Rom


Organisiert unter dem Dach der Stiftung

Forum der Kulturen zu Fragen der Zeit


In Zusammenarbeit mit:

CUBO Centro Unipol Bologna

Gallerie di Bologna

Landesverband Berliner Galerien (lvbg)

Accademia di Belle Arti di Bologna

Positions Berlin Art Fair

Bricks - Berlin Schöneberg

Flutgraben e.V.


Ausstellungsorte:

 Altes Postfuhramt West

Hauptstraße 29, 10827 Berlin

Große Eröffnung 14.09. um 19 Uhr

Table ronde Gespräch 15.09. um 16 Uhr

Macrocosmi-Party 19.09. ab 21h

Ausstellung bis 20.09. täglich von 15 bis 21 Uhr

U7 Eisenacher Str., U4 Rathaus Schöneberg

Bus 104, 187, N42 Albertstr


Kunstfabrik am Flutgraben

Am Flutgraben 3, 12435 Berlin

Eröffnung 17.09. um 18 Uhr

Ausstellung 18.-19.09. von 14-20 Uhr, 20.09. von 12-18 Uhr

U1 Schlesisches Tor,  Bus 165, 265, N65 Heckmannufer


Mit freundlicher Unterstützung von:


Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Zukunft Berlin


 


 

Dieses Projekt eines Dialogs zwischen Bologna und Berlin umfasst neben gemeinsamen Präsentationen von Galerien beider Städte zwei richtungsweisende Ausstellungen. Im Alten Postfuhramt West und in der Kunstfabrik am Flutgraben begegnen sich Arbeiten von über 50 Künstlerinnen und Künstlern aller Medien und Generationen in der Beantwortung der Frage nach anderen oder neuen Ausdrucksweisen.


Ordnungen anderer Art können sich in vielfältigster Weise manifestieren, in formaler und thematischer Hinsicht, in soziologischer, philosophischer oder konzeptueller. Sie kommen in der Natur vor, in der Physik, in der Biologie und berühren Genderfragen, soziale Systeme und andere Lebensweisen. Die Ordnungen anderer Art sind dabei nicht unbedingt neu, sondern anders, d.h. Formen der Vernetzung und Organisation sind nicht hierarchisch oder linear, der Bildaufbau nicht zentralperspektivisch, die Ergebnisse nicht quantifizier-oder rekonstruierbar.


In ihrer Erkundung von ungeahnten Wirklichkeiten, von den Übergängen vom Gegenständlichen zum Unbekannten und vom Unsichtbaren im Sichtbaren stehen einige Arbeiten in Tradition zu André Bretons Surrealismus und seiner Öffnung der traditionellen Darstellung hin auf das Imaginäre, Traumhafte, Visionäre. Andere Arbeiten erinnern wiederum an Bewegungen wie die "arte povera" oder "ambiente come sociale", ausgedrückt in der ganzen Vielfalt unserer heutigen Mittel und Medien.


So können die Ordnungen anderer Art sich in Einblicken in andere Lebensformen manifestieren wie bei Boris Mikhailov und Benyamin Reich, dunkle Seiten in verwirrend schönen, geradezu malerischen Fotografien festhalten wie bei Pierre Jouve oder von Einsamkeit, obskuren Obsessionen und existenziellen Absurditäten erzählen wie die Video- und Fotoarbeiten Alexandra Ranners. Andere Ordnungen werden deutlich im Konstruktiven Tachismus Mary Bauermeisters oder in den Arbeiten Mike Steiners, die beide früh neue Wege beschritten und sich als visionär erwiesen haben. Oder sie zeigen sich in der Form, wenn Ingeborg zu Schleswig-Holstein und Rudolf zur Lippe uns die wohltuende Kraft großer Gesten im Smartphone-Zeitalter offenbaren, während Erik Andersen, Jofroi Amaral und Saâdane Afif in ihren Werken mit unseren Wahrnehmungsgewohnheiten spielen.


Allesamt öffnen uns die Arbeiten neue Perspektiven, sie können als Inspiration ebenso dienen wie als Anregung zur (Selbst-)Reflektion. Und allesamt werfen sie uns letztlich auch zurück auf die großen Fragen des menschlichen Daseins, auf die Gwenneth Boelens in ihren auratischen Arbeiten sehr persönliche und gleichzeitig allgemeingültige Antwortmöglichkeiten aufzeigt.


Ist es an der Zeit, den Surrealismus in seinem radikalsten Anspruch neu zu betrachten?

Ist Poesie die wirkliche Revolution?


Bei der Konzeption und Organisation des Projekts kooperieren u.a. die italienische Kuratorin Martina Cavallarin, der Projektinitiator und Kurator Pascual Jordan und die Kuratorin Petra Dregger, Galerie di Bologna, dem Landesverband Berliner Galerien (lvbg), CUBO Centro Unipol Bologna sowie die Kunstakademie Bologna.

Die Schirmherrschaft für das Projekt Macrocosmi unter dem Dach der Stiftung Forum der Kulturen zu Fragen der Zeit haben übernommen die Deutsche Botschaft in Rom und die Italienische Botschaft in Berlin. „MACROSCOSMI – Ordnungen anderer Art“ ist Partner der Kunstmesse POSITION BERLIN 2015.

Prof. Eleonora Frattarolo von der Accademia di Belle Arti di Bologna präsentiert die besten Videoarbeiten, welche aus dem Workshop mit Branka Pavlovic im Januar mit Studentinnen der Akademie hervorgegangen sind.


Teilnehmende Künstler:


Saâdane Afif, Jofroi Amaral, Erik Andersen, Andreco , Annalú, Maria Rebecca Ballestra,

Arianna Battistella, Mary Bauermeister, Giulia Bersani, Gwenneth Boelens,

Colette The Artist, Daniela Comani, Luca Carboni & Gabriel Da Costa, Jean-Ulrick Désert,

Noemi Diamantini, Ivan Liovik Ebel, Jens Einhorn, Amir Fattal, Tiziana de Felice,

Harald Frackmann, Ettore Frani, Evan Gruzis, Gottfried Jäger, Jia, Pierre Jouve,

LEMEH 42, Vera Lehndorff, Daniel Lergon, Friedrich Lippe, Rudolf zur Lippe,

Maximilian Magnus, mariotti.mazzeo, Caroline Le Méhauté, Boris Mikhailov, Gianni Moretti,   

Karl-Kristjan Nagel, Jurgen Ostarhild, Bruno de Panafieu, Naco Paris, Francesca Pasquali,

Simone Pellegrini, Alexandra Ranner, Benyamin Reich, Stefano Ronci, Tiziana Cera Rosco, 

Maria Savoldi, Ingeborg zu Schleswig-Holstein, Bianca Schroeder, Eli Singalovski, Rainer Splitt,

Mike Steiner, Renata Stih & Frieder Schnock, Francesca Susca, Christiano Tassinari,

Goro Tronsmo & Laida Aguirre, Daniel Tsal, Hansa Wißkirchen, Amir Yatziv.


  

Informationen zum gemeimsam gestaltetem Galerienaustausch finden Sie unter dem Reiter Galerien-Dialog


Weitere Informationen und Pressephotos:

 

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